Montessori Ausrichtung

Maria Montessori

Grundschule

Die Klassen mit Montessori-Ausrichtung sind in das Schulgeschehen der Schulstelle und des Schulsprengels eingebunden. Sie folgen dem Schulprogramm der Schule und halten sich an die allgemeine Schulordnung. Ihre Stundentafeln sind an jene der gesamten Schule angepasst.

Der Unterricht gliedert sich in Grunquote und Pflichtquote.

Die Gestaltung des Stundenplanes weicht von jenem der übrigen Klassen ab: Der Unterricht in der Grundquote setzt sich aus Freiarbeit und gebundenem Unterricht zusammen. Verbindlich eingetragene Stunden sind der Fremdsprachenunterricht, Sport und Bewegung, Musik, Kunst und Technik. Die übrige Zeit wird zur Freiarbeit genutzt.

In der Freiarbeit arbeiten die Kinder im Bereich Sprache, Mathematik und Kosmische Erziehung mit Materialien aus der vorbereiteten Umgebung, welche selbstentdeckendes und handlungsorientiertes Lernen ermöglichen.

Damit Freiarbeit gelingen kann, sind Konzentration, Stille und Einhalten der gemeinsam vereinbarten Regeln sowie respektvoller Umgang mit Kindern und Erwachsenen Voraussetzung. Exkursionen, externe Lernangebote und vorbereitete Kontakte zur Umwelt werden in unseren Draußentagen durchgeführt.

Die Aufgabe der Lehrpersonen ist es, das Kind in seinem individuellen Entwicklungsprozess respektvoll zu begleiten und zu unterstützen.

Die Bewertungsrichtlinien entsprechen den gesetzlichen Bestimmungen für die öffentliche Schule. Daher erhalten die Schulkinder der Klassen mit Montessori-Ausrichtung den allgemeinen Bewertungsbogen. Zusätzlich wird den Schülerinnen und Schülern ihre „Lernlandschaft“ ausgehändigt, in der die grundlegenden Kompetenzen der einzelnen Fachbereiche dargelegt sind.

Wenn Sie Eltern sind, die sich für unsere Klasse interessieren, sollten Sie sich fragen:

  • Kann ich es aushalten, wenn mein Kind eigene Lernwege geht oder auch ein anderes Lerntempo zeigt, als ich mir vorgestellt habe?
  • Halte ich es aus, meinem Kind die Zeit zu geben, die es für seine Entwicklung braucht?
  • Kann sich mein Kind auf eine Arbeit konzentrieren?
  • Hat mein Kind ein bestimmtes Maß an Selbstständigkeit?
  • Kann sich mein Kind an Vereinbarungen und Regeln halten?

Eltern – Zusammenarbeit

Die Eltern sind bereit sich mit den pädagogischen Zielen und Sichtweisen auseinander zu setzen und die Entwicklungsprozesse ihres Kindes wahrzunehmen und zu respektieren.

Die Eltern haben die Möglichkeit in den jeweiligen Klassen zu hospitieren.

Uns sind regelmäßige Gespräche wichtig. Deshalb bieten wir wöchentlich individuelle Sprechstunden an. Hinzu kommen jährlich mindestens zwei Elterngespräche, an denen beide Eltern teilnehmen sollten; auch Kinder werden in diese Gespräche einbezogen. Außerdem laden wir im Laufe des Schuljahres zu mehreren Elternabenden ein.

Hausarbeit

Die Kinder erledigen zu Hause individuelle Aufträge, die für den Arbeitsverlauf in der Schule wichtig sind. Gemäß der individuellen Lernentwicklung nehmen die Kinder auch Aufgaben aus einem Angebot mit nach Hause.

 

Mittelschule

Im Juni 2010 absolvierte die erste Jahrgangsstufe im Montessori-Klassenzug die Abschlussprüfung und konnte so das 8. Schuljahr in dieser Unterrichtsform erfolgreich beenden. Ein wesentlicher Unterschied zu den anderen Klassen besteht darin, dass im C -Zug im Stundenplan 9 Stunden pro Woche Freiarbeit vorgesehen sind. Das bedeutet, dass die SchülerInnen sich in diesem Zeitrahmen – und auf der Grundlage von Freiarbeitsplänen – das Lernen selbst organisieren und frei entscheiden, wann sie welche Fächer und welche Lerninhalte erarbeiten. Die hierzu notwendigen Materialien sind – im Sinne der „vorbereiteten Lernumgebung“ – alle im Klassenzimmer vorhanden. Die Freiarbeit bietet außerdem den SchülerInnen die Möglichkeit bei Bedarf auch längere Gespräche während der Unterrichtszeit mit Lehrpersonen zu führen, um Zweifel zu klären und/oder Lernfortschritte in Ruhe zu planen.
In die Freiarbeit sind folgende Fächer eingebunden: Deutsch (1,5Std.), Geschichte und Geografie (jeweils 1Std.), Mathematik (1,5Std.), Naturkunde (1Std.), Italienisch (1,5Std.), Kunsterziehung (1,5Std.). In der Freiarbeit stehen in der Regel zwei Lehrpersonen als LernbegleiterInnen zur Verfügung, an die sich die SchülerInnen bei Bedarf wenden können.
Ziel der Freiarbeit ist es unter anderem, die SchülerInnen in besonderem Maße zu eigenverantwortlichem Lernen, selbständigem Denken und Urteilen und zu einer realistischen Selbsteinschätzung der eigenen Stärken und Schwächen hinzuführen.

 

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