Lernkonzept

Im Mittelpunkt unseres Unterrichts steht das selbstgesteuerte, eigenständige und individuelle Lernen unserer Schülerinnen und Schüler. Dabei erscheint uns wichtig, dass die Kinder das eigene Lernen verstehen und gestalten können. Sie müssen wissen, wohin ihr Lernen führen soll, welche Fertigkeiten und Fähigkeiten sie erwerben sollen. Deshalb haben wir in allen Fächern Kompetenzraster entwickelt, in denen die einzelnen Kompetenzen in den jeweiligen Fächern in der „Ich kann …“ Formulierung aufgelistet sind und die Kinder einen Überblick über die zu erreichenden Kompetenzen für ein Schuljahr erhalten. Im selbstständigen Lernen legen wir Wert darauf, dass die Kinder eine Problemlösekompetenz entwickeln, das heißt, lernen mit Hindernissen umzugehen, nach Lösungen zu suchen und auch kleine Erfolge als Siege betrachten. Nicht am Feststellen der  Lernschwierigkeiten bzw. Lerndefizite  soll sich das Lernen der Kinder orientieren, sondern an ihren Fortschritten.

Unser Unterricht (Deutsch, Mathematik, GGN und Italienisch) ist deshalb in Modulen aufgebaut, das heißt die Schülerinnen und Schüler in der 4. und 5. Klassen erarbeiten Inhalte und den damit verbundenen Kompetenzen anhand von LernJobs, die Schüler und Schülerinnen der 2. und 3. Klasse anhand von Lernplänen. Dabei orientieren wir uns an unseren Schulbüchern „Flex und Flo“ und "Das Zahlenbuch" im Fach Mathematik, „Flex und Flora“ und „Deutschstunde1“ im Fach Deutsch. Die Kinder der ersten  Klasse werden in kleinen Schritten beginnend mit Tagesplänen – in der zweiten Klasse arbeiten die Kinder spätestens im zweiten Halbjahr an Lernplänen -  an diese Lernformen herangeführt. In den Fächern Geschichte, Geografie und Naturwissenschaften erarbeiten die Kinder  - hier haben wir uns erst auf den Weg gemacht und sind dabei unser Konzept umzusetzen -  anhand dieser Lernform.

Wir schaffen an unserer Schule  für die Schülerinnen und Schüler vorbereitete Lernumgebungen (LernJob und Lernplan), die sie unabhängig und im persönlichen Lerntempo erledigen können. Dabei erfolgt die Einführung in ein neues Thema zu Beginn der Arbeit oder es gibt Aufgaben im LernJob oder Lernplan, die gemeinsam besprochen und erklärt werden. Die Kinder lernen, sich ihre Zeit sinnvoll einzuteilen und bearbeiten Lernaufgaben und Hausausaufgaben eigenverantwortlich. Wichtig erscheint uns, und das hat sich in den Erfahrungen gezeigt, den Kindern einen vorgesehenen Zeitrahmen vorzugeben. Daneben spielt auch die Selbsteinschätzung ihrer Leistungen eine wichtige Rolle, ebenso wie die Fremdeinschätzung seitens der Lehrperson. In gemeinsamen Gesprächen über die Einschätzungen der Lehrenden und Lernenden wird über das Erreichte reflektiert, das weitere Vorgehen besprochen und Lernwege eröffnet. Diese fachlichen Lernberatungsgespräche werden an unserer Schule regelmäßig nach Beendigung der Arbeit an einem LernJob bzw. einem Lernplan geführt.

In den LernJobs und Lernplänen sind die zu erreichenden Kompetenzen sowie die Lernaufgaben aufgelistet. Nach Beendigung der Arbeit und der Durchsicht durch die jeweilige Lehrperson wird der LernJob oder der Lernplan besprochen (Selbst- und Fremdeinschätzung) und die einzelnen zu erreichenden Kompetenzen im Kompetenzraster mit farbigen Klebepunkten gekennzeichnet. In transparenter Weise werden dadurch Entwicklungsschritte sichtbar und ein Bezugsrahmen abgesteckt.

 

 
     
 

 

Stand 2017/2018

 

 

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