Tag der Künstler - eine Momentaufnahme

„Wer hier hereinkommt, muss Kuchen und Kaffee mitbringen“, flüstert mir ein Junge lächelnd zu. Er hält sein gebasteltes Werk in den Händen und strahlt.
Ich stehe schon eine ganze Weile im Raum und fange durch meine Linse „kunstvolle“ Momente ein. Es scheint mir als wäre die Klasse in ein großes Atelier verwandelt. Da malen Kinder konzentriert, allein, zu zweit, bunt gemischt in allen Altersstufen.

Mein Blick durch die nächste Tür in der Grundschule Karl Erckert schweift auf Kinder, die motiviert mit leeren Klopapierrollen, Styroporkugeln, Holzteilen und Vielem mehr Burgen, Häuser und fantasievolle Gebilde bauen. Im Garten treffe ich eine weitere Gruppe von Künstlern. Ältere und jüngere Kinder stehen vor ihrer Leinwand mit Pinsel und Farbe in den Händen und malen tief versunken ihre Bilder, so, dass ich ungestört einen Klick mit der Kamera über ihre Schultern machen kann.

Eine ganze Weile gehe ich nun schon durch die Schule, dabei nehme ich eine wunderbar entspannte Atmosphäre wahr. 
Mit Steinzeitmalerei beschäftigen sich andere Kinder, die ich auch im Garten antreffe und dabei beobachte, wie sie Naturmaterialien sammeln, mörsern und sich darüber angeregt unterhalten. 
Ich sehe Kinder, die Steine bemalen, mit Papiermache bauen und formen, mit Draht kleine Skulpturen fertigen, filzen, in Büchern Kunstwerke betrachten, an Bildern in Übergröße arbeiten, mit Zuckerkreide malen… 
Knapp 250 Kinder sind an diesem sonnigen Herbsttag zusammen kreativ. 
Ja, ich hätte liebend gerne Kuchen und Kaffee mitgebracht, es mir im Raum gemütlich gemacht und weiter beobachtet wie verbindend Kunst sein kann. 
 
Johanna Mair
 
 
 
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
 
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